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Was soll gemacht werden?
    Elektriker

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    Elektriker

    Elektriker, regional auch Elektrotechniker oder Elektrofachmann genannt, erleichtern uns den Alltag enorm. Ohne sie würde es kein Licht, keinen Strom und kein Internet im Haus geben. Elektriker sind für die Installation von Strom zuständig. Sie installieren, montieren und warten die gesamte Elektrotechnik, wie Steckdosen, Leitungen und Telefonanschlüsse in Wohnhäusern und Bürogebäuden.

    Die Aufgaben eines Elektrikers umfassen die Installation und Reparatur elektronischer Geräte und Anlagen. Auch wenn es um die Elektroinstallation in einem Neubau geht, ist der Elektriker der richtige Ansprechpartner. Ebenso fällt die Installation, das Warten und die Reparatur von Energieversorgungsanlagen und elektrischen Anlagen sowie energieeffizientes Wohnen in den Arbeitsbereich eines Elektrikers.

    Elektriker beauftragen – Was ist zu beachten?

    Es gibt Elektroarbeiten, die ein Laie durchführen kann, aber der Umgang mit Strom ist grundsätzlich gefährlich. Schon das Berühren einer falschen Leitungsader kann ausreichen, um sich zu verletzen. Für die Arbeiten rund um Licht, Steckdosen oder Netzwerktechnik, ist ein Fachmann notwendig. Die Abnahme einer Elektroinstallation durch einen Elektriker ist zwingend erforderlich. Falls es zu einem Schadensfall kommt, ist der Nachweis der Abnahme vorzulegen. Ein Elektriker nimmt keine Elektroinstallationen ab, die er nicht montiert hat.

    Dosen bohren, Dosen einsetzen oder Rohre und Kabel verlegen sind Dinge, die ein Laie unter Aufsicht des Fachmannes erledigen kann.

    Mit welchen Kosten ist für Elektroarbeiten zu rechnen?

    Elektriker rechnen nach Stunden ab, dabei kalkulieren sie ähnlich wie andere Handwerker. Der Stundenlohn bezieht sich auf Arbeitszeit und Arbeitsaufwand. Berechnet werden auch Lohnnebenkosten und Gemeinkosten wie Raumkosten, Betriebskosten und Versicherungen. Hinzukommen können je nach Aufwand auch Anfahrts- und Materialkosten.

    Beim Stundenlohn eines Elektrikers gibt es regionale Unterschiede, in der Regel liegt er aber zwischen 60 und 100 Euro. Beispielsweise ist beim Anbringen einer Steckdose mit Materialkosten von 80 bis 100 Euro zu rechnen, für einen Herdanschluss ist mit Materialkosten zwischen 50 und 100 Euro zu rechnen. Hinzu kommt die Fahrtkostenpauschale, die zwischen 30 und 50 Euro liegen kann.

    Beim Kostenvoranschlag sollten Auftraggeber darauf achten, dass alle Gebühren sowie die Steuern schon im Preis enthalten sind, um versteckte Kosten zu vermeiden. Es lohnt sich auch, mit einem oder mehreren Elektrikern einen Besichtigungstermin zu vereinbaren, um die Kostenkalkulation vergleichen zu können.

    Wie erkenne ich einen guten Elektriker?

    Wenn der Elektriker für einen Hausbau beauftragt wird, dann ist die Planung der Elektroinstallation das A und O. In dieser Phase wird entschieden, wo sich die Telefonanlage, die Steckdosen und die Lichtschalter des Hauses befinden sollen.

    Oft sind die Standardpläne für eine Elektroinstallation nicht ausreichend. Es sind einige wichtige Dinge zusammen mit dem Elektromeister zu überlegen: Wie sind die Gewohnheiten der Bewohner? Welche Wege gehen sie? Wo soll das Licht eingeschaltet und wo soll es ausgeschaltet werden? Wo werden Steckdosen benötigt. Wo sollen das Telefon, der Computer und die Küchengeräte stehen? Ein professioneller Elektriker berät von Baubeginn an bis ins kleinste Detail und erstellt einen Plan nach den Wünschen und Vorstellungen des Kunden.

    Im Elektrikerhandwerk herrscht Meisterpflicht, jeder selbständige Elektriker benötigt einen Meisterbrief. In Betrieben trägt der Elektrikermeister dafür Sorge, dass auch Gesellen und Lehrlinge dem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden und die Sicherheitsvorkehrungen bei der Installation einhalten. Ein weiteres Qualitätsmerkmal können Zertifikate über Weiterbildungen sowie Mitgliedschaften in Verbänden oder Innungen sein.

    Eine gesonderte Erlaubnis beziehungsweise Zusatzqualifikation, ist für folgende Tätigkeiten im Bereich der Elektrotechnik notwendig: Beim Installieren von Stromanlagen insbesondere mit Starkstrom. Bei der Installation von Blitzschutzanlagen, beim Einbau von Alarmanlagen für Gebäude, Betriebe oder Grundstücke oder Installation von Brandmeldeeinrichtungen. Im Leistungsspektrum des Betriebes ist oft schon zu erkennen, ob eine Erlaubnis vorhanden ist. Diese muss auf Verlangen des Auftraggebers vorgezeigt werden.

    Laut Statistik gab es 2017 rund 5.500 Elektroinstallationsbetriebe in Deutschland. Bei der Wahl des Elektrikers sind Empfehlungen aus der Familie und von zufriedenen Auftraggebern hilfreich. Gut ist auch, den Auftrag selbst auszuschreiben und die Details und Anforderungen des Auftrags möglichst genau anzugeben, damit der richtige Elektrofachmann sich auf den Auftrag bewerben kann.

    Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

    Es gibt Ausnahmen, bei denen kein gesonderter Elektriker beauftragt werden muss. Beispielsweise wenn ein Kücheneinbau stattfindet, darf der Schreiner die Küchengeräte selbst anschließen, wenn er über eine bestimmte Zusatzausbildung verfügt. Es muss sich aber um wiederkehrende und gleichartige Tätigkeiten handeln, die im wirtschaftlichen Zusammenhang des Auftrags stehen. Nebenher die Steckdose im Wohnzimmer zu montieren, ist dem Schreiner daher nicht erlaubt.

    Die Elektrik – Von Anfang an ein spannendes Feld

    Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte ist der Bereich der Elektrik ein faszinierendes Thema. Elektrostatische Phänomene waren schon im Altertum bekannt. Schon im alten Ägypten wusste man, dass Fischarten wie Zitterrochen und Zitteraal elektrische Spannungen erzeugen können. Auch das Gewitter wurde von den altertümlichen Wissenschaftlern genau beobachtet.

    Die erste Erkenntnis über den Effekt der Reibungselektrizität wird dem griechischen Naturphilosophen Thales von Milet zugeschrieben. Er wusste, dass ein Bernstein in trockener Umgebung beim Reiben auf Seide oder Wolle elektrostatisch aufgeladen werden kann. Der englische Naturforscher William Gilbert verwendete erstmals das Wort Elektrizität. Den Begriff leitete er dabei vom altgriechischen Wort für Bernstein (elektron = Hellgold) ab.

    Im Jahre 1663 erfand Otto von Guericke die erste Elektrisiermaschine. Dabei handelte es sich um eine Schwefelkugel mit Drehachse. Rieb man mit der Hand darauf, erzeugte sie eine Art von Elektrizität. Im Jahre 1792 unternahm Luigi Galvani schließlich sein legendäres Froschschenkel-Experiment. Er entdecke durch Experimente mit Froschschenkeln die Kontraktion von Muskeln, wenn diese mit Kupfer und Eisen, die miteinander in Verbindung standen, in Berührung kamen. Er stellte damit unwissentlich einen Stromkreis her. Er erkannte zwar die Zusammenhänge nicht, legte aber dadurch den Grundstein für die Entwicklung moderner elektrochemischer Galvanischer Zellen.

    Zwischen 1790 und 1830 wurden die grundlegenden Phänomene der Elektrodynamik von Ampére entdeckt. Im 19. Jahrhundert entstand die industrielle Elektrotechnik mit Schwerpunkt in der Telegrafentechnik mit welcher Nachrichten übermittelt werden konnten.

    Ab 1880 setzten sich Elektromotoren und Beleuchtungssysteme endgültig durch. Um 1900 wuchs die Landschaft der industriellen Elektrotechnik. Unternehmen wie Siemens und AEG und eine Reihe von technischen Hochschulen entstand, die die ingenieurwissenschaftliche Disziplin der Elektrotechnik anboten. Und auch heute noch erweitert sich das Gebiet der Elektrik stetig. Elektriker sind immer wieder mit neuen Errungenschaften konfrontiert, die uns das Leben erleichtern.

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