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Was soll gemacht werden?
    HandwerkerEntsorger

    249 Entsorger bei MyHammer

    Entsorger

    Entsorgungsunternehmen befassen sich mit der Beseitigung von Abfällen. So einfach wie dieser Satz klingt so kompliziert ist es in der Praxis. Zunächst ist zu unterscheiden, was rechtlich gesehen Abfall ist. Bewegliche Sachen, für die der Eigentümer keine Verwendung hat, die aber noch brauchbar sind, gehören nicht dazu. Bei Unbrauchbarem ist zu unterscheiden, ob die Dinge sich für eine anderweitige Wiederverwendung eignen (Recycling) oder ob sie tatsächlich in irgendeiner Art vernichtet werden müssen. Auch eine Endlagerung auf Dauer ist möglich.

    Je nach Art des Abfalls muss ein Entsorgungsfachbetrieb (Efb), der eine Zulassung nach Paragraf 56 Abs. 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) besitzt, das Entsorgen übernehmen.

    Das Entsorgen von unbelasteten Bauschutt, Möbeln und Hausratsgegenstände dürfen auch Entsorger ohne diese Zulassung erledigen.

    Entsorger beauftragen – Was ist zu beachten??

    Generell ist der Eigentümer des Abfalls für dessen ordnungsgemäße Entsorgung zuständig. Er muss bei Bedarf einen Nachweis erbringen, das heißt, er braucht eine Bescheinigung des Entsorgers, dass dieser den Abfall übernimmt und in eigener Verantwortung entsorgt.

    Das Abfallverzeichnis des Umweltbundesamtes hilft das Entsorgungsgut richtig einzustufen. Vielfach genügt es einen Betrieb zu suchen, der Haushaltsauflösungen oder das Entsorgen von Bauschutt übernimmt. Je nach Region helfen die Kommunen oder die Landratsämter dabei, das zu entsorgende Gut richtig einzustufen. Im Zweifel ist es besser einen zugelassenen Entsorgungsfachbetrieb zu suchen.

    Durchschnittliche Kosten für das Entsorgen diverser Materialien

    Das Entsorgen von sauberem Erdaushub ist mit 10 bis 20 Euro pro Tonne zu veranschlagen, Bauschutt wie Dachziegel, Waschbecken, Ziegelsteine oder Steinabbruch kostet zwischen 30 und 40 Euro pro Tonne. Deutlich teurer sind gemischte Abfälle, zu denen auch Möbel, Papier und Textilien gehören. Für unsortiertes Material ist mit 200 bis 300 Euro pro Tonne zu rechnen, da der Entsorger dieses selbst sortieren muss. Metall und Elektroschrott nehmen viele Betriebe gratis mit, da hier zum Teil wertvolle Rohstoffe enthalten sind.

    Sondermüll kann je nach Art mehrerer 1.000 Euro pro Tonne kosten. Für das Beseitigen von einer Tonne asbesthaltigem Baustoffe ist mit 100 bis 200 Euro zu rechnen.

    Hinweis: Zusätzlich können Containermiete anfallen sowie Transportkosten von zwei bis zehn Euro pro Kilometer

    Wie erkenne ich einen guten Entsorger?

    Eine generelle Zulassung als Entsorger gibt es nicht. Je nach Gefährlichkeit der zu entsorgenden Stoffe muss der Betrieb eine Bescheinigung über die Erlaubnis für den Transport und/oder das Entsorgen nachweisen. Wer beispielsweise asbesthaltige Baustoffe entsorgen lässt, sollte darauf achten, dass der beauftragte Betrieb entsprechende Zertifikate vorlegen kann.

    Auf den ersten Blick ist es kaum möglich einen guten Entsorgungsbetrieb zu erkennen. Selbst unter den Entsorgungsfachbetrieben gibt es schwarze Schafe, die beispielsweise über den Umfang der vorhandenen Zertifikate täuschen. Ein guter Betrieb wird zunächst viele Fragen stellen, um die Art des Abfalls bereits im Vorfeld einzuschätzen. Wenn sich dabei ergibt, dass es sich im problematische Sonderabfälle handeln könnte, wird er beim Beschaffen von Gutachten helfen.

    Der Betrieb sollte dem Auftraggeber schriftlich versichern, dass er die Abfälle entsorgen darf und sie ordnungsgemäß entsorgt. Ferner muss er die Übernahme, den ordnungsgemäßen Transport und die Entsorgung bestätigen.

    Ordnungsgemäßes Entsorgen ist teuer, daher ist ein sehr niedriger Preis ein Indiz, dass der Betrieb nicht seriös arbeitet. Portale wie MyHammer eignen sich ausgezeichnet, für den jeweiligen Abfall geeignet Unternehmen, zu finden. Wichtig ist, das zu entsorgendes Material so genau wie möglich einzustufen und zu beschreiben. Beispiel: Es sind 20 Quadratmeter Deckenpaneele, mit Holzschutzmittel behandelt, zu entsorgen. Eine Angabe wie „Holzdecke“ genügt nicht.

    Entsorger – Das sollte jeder wissen

    Müll fiel zu allen Zeiten an und die Menschen hatten im Laufe der Jahrtausende ein sehr unterschiedliches Verhältnis zu ihren Abfällen. Im antiken Rom war es beispielsweise üblich unbrauchbare Tongefäße auf einen Hügel vor der Stadt zu werfen und mit Kalk zu bestreuen um Gerüche zu unterbinden. Die Gefäße dienen über Jahre der Aufbewahrung von Lebensmitteln, daher waren sie stark mit organischem Material durchsetzt. Der Hügel galt als Statussymbol, denn er zeigte, dass die Stadt es nicht nötig hatte, Material wieder zu verwenden. Daher war es bei Strafe verboten, dort etwas zu entnehmen. Der heute als Monte Testaccio bekannte Hügel ist von einer 45 m dicken Scherbenschicht bedeckt.

    Auch heute haben Abfälle einen Wert und dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Dies soll zum Einen die ordnungsgemäße Entsorgung sichern und zum Anderen gezielt das Vermarkten von Wertstoffen gewährleisten. Private Haushalte sind verpflichtet, ihren Hausmüll, dem von der Kommune beauftragten Entsorgungsbetrieb, zu übergeben.

    Besonders über den sogenannten Sperrmüll halten sich hartnäckige Gerüchte. Vielerorts hat es sich eingebürgert, diesen als kostenlosen Flohmarkt zu betrachten. Wer etwas vom Sperrmüll mitnimmt, begeht rechtlich gesehen einen Raub. Es ist auch verboten alte Elektrogeräte einem fahrenden Schrotthändler zu übergeben, es sei denn, er hat eine Erlaubnis Elektrogeräte zu entsorgen.

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