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Was soll gemacht werden?
    Tischler

    90 Tischler bei MyHammer

    Tischler

    Je nach Region hat das Handwerk des Tischlers einen anderen Namen: In Nord-, West- und Ostdeutschland sowie in Österreich und Südtirol sagt man Tischler und Tischlerei. In Hessen, Saarland in Rheinland-Pfalz sowie in Baden-Württemberg arbeitet der Handwerker als Schreiner in einer Schreinerei. Das Handwerk des Tischlers hat sich auf die Verarbeitung und Oberflächenbehandlung von Holz und Holzwerkstoffen spezialisiert.

    Die Aufgabenbereiche eines Tischlers werden grob in zwei Kategorien eingeteilt: Die Bautischlerei und die Möbeltischlerei. Die meisten Tischlereien decken heutzutage beide Arbeitsschwerpunkte ab. Es gibt aber auch Tischlereien, die sich auf einen Bereich spezialisiert haben. Bautischler werden vor allem bei der Renovierung oder bei einem Neubau benötigt. Sie montieren Treppen, Türen und Fenster. Möbeltischler sind für die Innenausstattung zuständig und fertigen die Innenraumausstattung von Stuhl bis zur Schrankwand an oder kümmern sich um den Einbau einer Küche.

    Ein Tischler arbeitet vorrangig mit Holz und Holzwerkstoffen, vorrangig in Innenräumen wie einer Werkstatt oder auf einer Baustelle. Zunehmend kommen immer neue Materialien zum Einsatz. Heutzutage arbeitet der Tischler auch oft mit computergesteuerten Maschinen und nicht nur von Hand. Dennoch stellt der Tischler in kleinen und mittelständischen Betrieben Einzelmöbel her und entwickelt diese zusammen mit dem Kunden. Er fertigt und montiert außerdem Fenster, Türen, Möbel und Inneneinrichtungen und entwirft Konstruktionen nach Kundenwunsch.

    Tischler beauftragen – Was ist zu beachten?

    Ein Tischler plant und entwirft Möbel, bespricht diese mit seinen Kunden, berät sie und geht auch auf deren Wünsche ein. 

    Zu Beginn führt der Handwerker zunächst ein Beratungsgespräch und erstellt

    einen Konstruktionsentwurf den er dem Kunden vorlegt. Bei Angebotsannahme beginnt die Fertigung und Montage des Möbelstückes entweder in der eigenen Werkstatt oder am Einbauort.

    Wichtig für Auftraggeber ist, sich vorab immer mehrere Angebote einzuholen und die Preise zu vergleichen. Außerdem sollte er die Maße möglichst genau weiterzugeben und überprüfen ob die Planungsskizze den Vorstellungen entspricht, bevor er den Auftrag vergibt, denn nichts ist ärgerlicher als eine falsch eingemessene Arbeit.

    Durchschnittliche Kosten für Tischlerarbeiten

    Preise für Tischlerarbeiten lassen sich nicht pauschal benennen, da die meisten Aufträge sehr individuell sind. Ein Tischler hat einen Stundenlohn zwischen 40 und 60 Euro. Hinzukommen Material-, Montage- und Fahrtkosten.

    Eine Schrankwand ist logischerweise teurer als ein simples Regal und auch das Material kann Unterschiede im Preis ausmachen. Nadelholz ist günstiger als Laubholz, aber auch weniger robust. Lärchenholz ist eine gute Alternative.

    Ein Regal kostet zwischen 200 und 2.000 Euro, eine Treppe kann zwischen 5.000 und 10.000 Euro kosten.

    Wie finde ich einen guten Tischler?

    Genauigkeit und sauberes Arbeiten zeichnen einen guten Tischler aus. Wichtig ist, dass er sich mit dem Auftraggeber abstimmt und ein konstruktives Verständnis für Formen und Gestaltung mitbringt. Gerade bei Tischlerarbeiten ist das Zeigen von Arbeitsbeispielen besonders wichtig, um sich ein Bild machen zu können. Diese sollte der Handwerker gerne vorzeigen.

    Ebenso zeugt das Vereinbaren eines Besichtigungstermins vor Angebotserstellung von einer fachmännischen Arbeitsweise, wenn es sich um das Teilstück eines Innenausbaus handelt. Eine seriöse Kommunikation vor und während der Durchführung des Auftrags sollten selbstverständlich sein.

    Das Handwerk des Tischlers ist zulassungspflichtig. Selbständige Tischler benötigen einen Meistertitel. Neben dem Meisterbrief sind Mitgliedschaften in Innungen und Verbänden sowie Zertifikate über Weiterbildungen sind ein Qualitätsmerkmal für die Tischlerei.

    Laut Statista gab es im Jahre 2017 rund 38.600 Tischlerbetriebe in Deutschland. Empfehlungen von Freunden und Familie sowie gute Bewertungen auf Handwerkerplattformen, wie MyHammer, sind ein zuverlässiges Indiz dafür, dass es sich um fachlich guten Betrieb handelt, der Aufträge gewissenhaft ausführt und mit gutem Gewissen beauftragt werden kann.

    Geschichte der Tischlerei

    Der Beruf des Tischlers hat eine lange und wichtige Tradition. Bereits im 14. Jahrhundert spaltete sich das Handwerk von dem des Zimmerers ab. Schon früh fanden sich die Tischler in einer Zunft zusammen in einer Ordnung von Lehrling, Geselle und Meister. Gegenüber anderen Berufen mit Holz besaßen die Tischler das ausschließliche Recht den Hobel als Werkzeug und den Leim als Verbindungsmittel zu benutzen. Ebenso durften bestimmte Werkstücke wie Fenster, Türen, Wandvertäfelungen und später auch Särge, nur Tischler herstellen.

    Auch die Aufnahme in die Tischlerzunft war streng geregelt und an bestimmte Voraussetzungen gebunden wie eheliche Geburt, Abstammung von ehrbaren Eltern und Anderes. Nach Beendigung der Lehrzeit gab es geheime Zeremonien bei denen der Absolvent „gehobelt“ und über die Verhaltensregeln der Zunftmitglieder belehrt wurde.

    Der Beruf des Tischlers unterliegt einem ständigen Wandel, weil er sich immer wieder neuen technologischen Entwicklungen und dem technischen Wandel stellen muss. Aber der Werkstoff des Tischlers hat sich nicht verändert, er arbeitet immer noch vorrangig mit Holz und das wird auch so bleiben.

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