Innenausbau und Sanierung: Dachgeschoss; Wände/Decken streichen, Bo...
Ich möchte einen Raum im Dachgeschoss einer alten Villa, der bisher nur als Abstellraum gedient hat, zu einem einfachen, wohnlichen Zimmer ausbauen. Ein Dachfenster ist bereits eingebaut. Ich bin selbst kein Fachmann, habe mich aber ein wenig eingelesen ... bitte korrigieren Sie mich, wenn etwas nicht sinnvoll ist, was ich geschrieben habe.
Zu den Maßen: Der Raum ist ungefähr 3,70 m tief. Die eine Seitenwand ist grob 4,40 m plus ein Versatz von noch einmal etwa 1,50 m lang, die gegenüberliegende Seite rund 5,12 m. Der Kniestock ist etwa 1,25 m hoch, der First ungefähr 2,30 m. Insgesamt komme ich damit auf geschätzt 20 bis 23 m² Grundfläche. Ich habe das selbst gemessen, es sind also keine exakten Werte – ich lege ein paar Handskizzen bei.
Die Dachflächen bestehen aus mehreren großen Schrägen; sichtbar ist derzeit die alte Holzschalung mit den Balken. Ich möchte diese Flächen gut dämmen lassen, danach mit Rigipsplatten verkleiden und anschließend verputzen und weiß streichen. Soweit ich es verstanden habe, ist dabei zweierlei wichtig: dass raumseitig eine Dampfbremse eingebaut wird, damit keine Feuchtigkeit in die Dämmung zieht, und dass das alte Dach dahinter weiterhin etwas hinterlüftet bleibt, damit sich keine Nässe staut. Ich vertraue da auf Ihre Erfahrung, wollte es aber erwähnen, weil ich gelesen habe, dass genau das bei alten Dächern oft das Entscheidende ist. Weil die Schräge aus mehreren Teilflächen besteht, ist mir auch wichtig, dass die Rigipsplatten sauber zugeschnitten werden, damit es am Ende ordentlich und gerade aussieht.
Bei den Seitenwänden möchte ich bewusst unterschiedlich vorgehen, weil sie an verschiedene Nachbarbereiche grenzen. Die eine Wand (ich nenne sie A) liegt zwischen dem Dachbodenzimmer und einem bereits ausgebauten, beheizten Zimmer. Da beide Seiten warm sind, reicht es meines Erachtens, diese Wand einfach zu verputzen und zu streichen – ohne Dämmung und ohne Dampfbremse. Die gegenüberliegende Wand (B) grenzt an das angebaute Nachbarhaus. Dahinter ist es nicht voll beheizt, allerdings ist es eine sehr dicke Vollziegelwand. Hier hätte ich gern eine leichte Vorsatzschale davor – vielleicht eine Konstruktion mit Mineralwolle, dann Rigips, und darüber wieder verputzt. Weil die Wand gegen einen kühleren Bereich geht, habe ich gelesen, dass hier eine feuchteadaptive (variable) Dampfbremse die sichere Wahl ist; die nehme ich lieber, als es wegzulassen.
Der Boden ist derzeit nur ein roher Estrich; er ist recht eben, aber sollte zuerst mit einer Flüssig- bzw. Nivelliermasse ausgeglichen werden, dann eine Trittschalldämmung, darauf einen einfachen Fertigparkett- oder Fertigschiffboden verlegen – da bin ich nicht festgelegt, beides ist mir recht. Zum Abschluss an den Wänden sollen Sesselleisten gesetzt werden.
Heizen: aus dem Nachbarzimmer (also hinter der Wand A) soll eine Verbindung zur bestehenden Zentralheizung geschaffen werden. Ob / wo dann tatsächlich ein Heizkörper montiert wird, möchte ich mir noch offenlassen – bitte weisen Sie diesen Teil als eigene, optionale Position aus, damit ich entscheiden kann.
Von einer vorhandenen Steckdose bzw. dem Lichtschalter aus sollen zwei neue Leitungen in den Raum gelegt werden. Ich hätte gern Steckdosen in Aufputz-Ausführung, und zwar in den beiden Ecken auf der Seite A. Außerdem soll die Leitung zur Deckenbeleuchtung erneuert werden.
Sonderthema Regenrinne: Durch den Raum verläuft an der Wand B eine innenliegende Dachrinne, die oben offen ist. Sie liegt auf gemauerten Stützen und ist etwa 90 cm hoch und 50 cm tief. Das ist auf den Fotos gut zu sehen. Mein Gedanke ist, die vorhandene Grundkonstruktion beizubehalten und um eine zusätzliche Stütze zu ergänzen, damit das voll belastbarer wird. Die Rinne soll dann rundherum – also vorne, an den Stirnseiten und auch unten – sauber (z.B. mit Schalungsplatten) verkleidet werden, sodass eine feste, geschlossene Verkleidung entsteht und nachher ebenfalls weiß lackiert werden. Ganz wichtig ist, dass die Oberseite in regelmäßigen Abständen zu öffnen ist – am besten mit mehreren Klappen oder abnehmbaren Deckeln. Ich muss nämlich hin und wieder Verschmutzungen entfernen und vor allem den Blätterfänger reinigen können. Ich habe außerdem gelesen, dass die Rinne selbst „kalt“ bzw. belüftet bleiben sollte, damit sich innen kein Schwitzwasser bildet; ich hoffe, das lässt sich mit der Verkleidung gut vereinbaren, und verlasse mich da auf Ihren Rat.
Über ein Angebot würde ich mich freuen. Schön wäre, wenn Sie ungefähr aufschlüsseln könnten, was die einzelnen Teile (Dach/Decke, Wände, Boden, Heizung, Strom, Rinne) jeweils kosten, und mir dazuschreiben, wie lange die Arbeiten etwa dauern und ob Sie alles alleine machen oder mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten. Der Umbau sollte im Oktober fertiggestellt sein; geht sich das bei Ihnen aus? Geben Sie mir bitte Bescheid, ob / wann Sie sich alles vor Ort anschauen wollen.
Vielen Dank und beste Grüße