Rohbau planen: Alles was Sie zu Ihrem Rohbau und den Kosten wissen müssen
Der Rohbau ist eine der zentralen Phasen beim Hausbau. Hier wird das Grundgerüst des Hauses erstellt, einschließlich Bodenplatte, Außen- und Innenwände sowie des Dachstuhls, jedoch ohne Fenster und Türen. Der Rohbau ist oft die größte Investition beim Hausbau und macht bis zu 50% der gesamten Baukosten aus. Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten typischerweise zwischen 600 und 800 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, das entspricht bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Größe von 150 m² etwa 90.000 bis 120.000 Euro. Bedenken Sie aber, dassFaktoren wie die Bodenbeschaffenheit, regionale Unterschiede sowie individuelle Wünsche hinsichtlich Material und Bauweise die endgültigen Kosten erheblich beeinflussen können
In diesem Artikel geht es um:
- Rohbau planen: Welche Elemente gehören zum Rohbau?
- Was kostet der Rohbau pro Quadratmeter? - Ein Überblick
- Massiv-, Holz- oder Fertigbau: Welche Kosten fallen beim Rohbau an?
- Materialkosten beim Rohbau: Was Sie erwarten können
- So sparen Sie beim Rohbau: Wichtige Spartipps für Ihren Hausbau
- Rohbau finanzieren: Diese Möglichkeiten haben Sie
- Achtung beim Rohbau: Diese Vorschriften gelten in Österreich
- Vor dem Hausbau: Wichtige Überlegungen für Ihren Rohbau
- So einfach geht Rohbau mit MyHammer: Jetzt kostenlose Angebote sichern
Rohbau planen: Welche Elemente gehören zum Rohbau?
Der Rohbau stellt das Skelett eines Hauses dar. Er umfasst alle grundlegenden Baumaßnahmen von der Bodenplatte bis zum Dachstuhl. Dazu gehören neben den Innen- und Außenwänden sowie Geschossdecken auch die folgenden Elemente und Arbeiten:
- Bodenplatte oder Keller
- Dachstuhl
- Gerüst- und Absicherungsmaßnahmen der Baustelle
Der Rohbau ist der erste große Schritt auf dem Weg zum fertigen Haus und stellt in den meisten Fällen den teuersten Abschnitt dar. Kontaktieren Sie einen zuverlässigen und geprüften Fachbetrieb, um mehr über Ihre Möglichkeiten und die jeweiligen Kosten zu erfahren.
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Was kostet der Rohbau pro Quadratmeter? - Ein Überblick
In Österreich liegen die Kosten für einen Rohbau durchschnittlich zwischen 600 und 800 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, was einem Preis von 90.000 bis 120.000 Euro für ein 150 m² Einfamilienhaus entspricht. Die Quadratmeterpreise setzen sich dabei aus verschiedenen Elementen zusammen, die alle von verschiedenen Gewerken geliefert werden. Oft empfiehlt es sich, den Auftrag einem Bauunternehmer zu übergeben, der die folgenden Arbeiten gebündelt anbieten und koordinieren kann.
| Element | Kosten pro m² | Dauer |
|---|---|---|
| Bodenplatte | 100–150 €/m² | 1–2 Wochen |
| Außenwände | 180–200 €/m² | 2–3 Wochen |
| Dachstuhl | 100–200 €/m² | 1–2 Wochen |
Hinweis: Der Rohbau macht in der Regel etwa 40 bis 50% der Gesamtkosten des Hausbaus aus. Er ist damit der größte Kostenfaktor und bildet die Basis für den weiteren Ausbau.
Kosten für Ihren Rohbau im Detail: Diese Kosten fallen für Arbeiten und Handwerker an
Da für die einzelnen Elemente des Rohbaus verschiedene Handwerker erforderlich sind, kann in der Regel nicht mit einem pauschalen Stundensatz gearbeitet werden. Von Maurern, die die Wände aufstellen, bis zu Zimmerern, die den Dachstuhl errichten, hat jedes Gewerbe seine eigenen Stundensätze, die mitunter regional oder auch je nach Unternehmen variieren. . Um Überraschungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, frühzeitig Kostenvoranschläge einzuholen und zu vergleichen. Hier finden Sie eine Auflistung der typischen Arbeiten mit den durchschnittlichen Stundensätzen je Gewerbe:
| Arbeit | Handwerker | Durchschnittlicher Stundensatz | Dauer |
|---|---|---|---|
| Bodenplatte gießen | Betonbauer | 45 - 65 € | 1–2 Wochen |
| Mauern der Wände | Maurer | 40 - 60 € | 2–3 Wochen |
| Dachstuhl errichten | Zimmerer | 50 - 70 € | 1–2 Wochen |
Massiv-, Holz- oder Fertigbau: Welche Kosten fallen beim Rohbau an?
Beim Rohbau gibt es unterschiedliche Bauweisen, die sich in Bauzeit, Kosten und Energieeffizienz unterscheiden. Die Wahl der Bauweise hat großen Einfluss auf die Stabilität, Langlebigkeit und den späteren Energieverbrauch eines Hauses. Zu den gängigsten Bauweisen zählen Massivbau, Holzbau und Fertigbau. Jede Bauweise bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich, die bei der Planung des Eigenheims genau abgewogen werden sollten.
Tabelle: Verschiedene Bauweisen
| Bauweise | Beschreibung | Kosten pro m² |
|---|---|---|
| Massivbau | Traditionelle Bauweise mit Beton und Ziegel. Sehr robust und langlebig, hohe Wärmespeicherkapazität. | 1.800–2.000 €/m² |
| Holzbau | Leichte und schnelle Bauweise, gute Ökobilanz, aber geringere Wärmespeicherung. | 1.500–1.800 €/m² |
| Fertigbau | Vorgefertigte Bauteile, schnelle Bauzeit, oft weniger individuell anpassbar. | 1.200–1.700 €/m² |
Materialkosten beim Rohbau: Was Sie erwarten können
Die Wahl der Materialien spielt eine entscheidende Rolle bei den Rohbaukosten und beeinflusst maßgeblich die Stabilität, Energieeffizienz sowie die Lebensdauer eines Hauses. Standardmaterialien sind in den meisten Fällen in den Rohbaukosten enthalten, jedoch können hochwertigere Materialien oder energieeffizientere Optionen die Kosten erheblich erhöhen. Eine gut durchdachte Materialwahl kann nicht nur den Komfort und die Qualität des Baus steigern, sondern auch die langfristigen Unterhaltskosten senken.
Wichtige Materialien und deren Kosten:
-
Beton für Fundamente, ca. 100–150 €/m²: Beton bildet das Fundament eines Gebäudes und hat einen Anteil von etwa 10–20% an den Gesamtkosten des Rohbaus. Höhere Betonqualitäten oder Zusatzstoffe zur Verbesserung der Stabilität können die Kosten um bis zu 15% erhöhen.
-
Ziegel für Außenwände, ca. 50–80 €/m²: Ziegel sind ein häufig verwendetes Material für Außenwände. Sie machen etwa 10–15% der Rohbaukosten aus. Die Wahl hochwertiger Ziegel, wie z. B. besonders dämmstarke oder optisch ansprechende Varianten, kann die Kosten um bis zu 10% erhöhen.
-
Holz für den Dachstuhl, ca. 100–200 €/m²: Holz für den Dachstuhl kann etwa 15–20% der Gesamtkosten ausmachen. Hochwertiges Holz oder spezielle Dachkonstruktionen können die Kosten um bis zu 20% steigern. Dabei wirken sich ökologische und langlebige Holzarten in der Regel kostenerhöhend aus.
-
Dämmmaterial, ca. 20–40 €/m² (je nach Qualität und Art): Dämmmaterial ist entscheidend für die Energieeffizienz des Hauses und kann etwa 5–10% der Rohbaukosten ausmachen. Hochwertige Dämmstoffe wie mineralische oder ökologische Materialien erhöhen die Kosten um bis zu 15%, senken jedoch langfristig die Heizkosten.
Gut zu wissen: Die Materialwahl hat einen direkten Einfluss auf die Gesamtkosten und sollte daher im Zusammenhang mit der Energieeffizienz und den Wartungskosten des Gebäudes betrachtet werden. Hochwertige Materialien verursachen zwar höhere Anfangsinvestitionen, führen aber langfristig zu Energieeinsparungen und geringeren Instandhaltungskosten, was sich positiv auf die Gesamtkosten auswirken kann. Die Investition in bessere Materialien kann sich durch Einsparungen bei den Heiz- und Wartungskosten nach 10 bis 20 Jahren amortisieren.
So sparen Sie beim Rohbau: Wichtige Spartipps für Ihren Hausbau
Beim Rohbau lassen sich erhebliche Kosten einsparen, ohne dabei die Qualität des Baus zu beeinträchtigen. Besonders durch Eigenleistungen und eine bewusste Materialwahl ist es möglich, die Gesamtkosten zu reduzieren. Eine sorgfältige Planung und das Einholen mehrerer Angebote helfen ebenfalls, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
Spartipps:
- Eigenleistung erbringen: Wer handwerklich begabt ist, kann einfache Arbeiten wie das Verputzen oder das Setzen von Innenwänden selbst übernehmen und damit Arbeitskosten sparen.
- Materialwahl optimieren: Statt teuren Markenmaterialien können günstige Alternativen, die dennoch qualitativ hochwertig sind, gewählt werden, z. B. Standardziegel statt Designziegel.
- Baustoffe direkt einkaufen: Baustoffe direkt bei Herstellern oder im Großhandel zu kaufen, kann günstiger sein als über die Baufirma.
- Vergleichen und Angebote einholen: Durch das Einholen mehrerer Kostenvoranschläge von Handwerkern können Bauherren günstigere Anbieter finden und die Preise besser vergleichen.
Rohbau finanzieren: Diese Möglichkeiten haben Sie
Für die Finanzierung eines Rohbaus stehen in Österreich verschiedene Optionen zur Verfügung, die je nach individuellen Voraussetzungen genutzt werden können. Wichtig ist, sich frühzeitig um die passende Finanzierung zu kümmern, da diese den Grundstein für das gesamte Bauprojekt legt.
Finanzierungsmöglichkeiten:
- Hypothekarkredit: Ein klassischer Immobilienkredit, der durch das Grundstück oder die Immobilie abgesichert wird. Häufig die gängigste Finanzierungsmethode beim Hausbau.
- Bauspardarlehen: Ein Bauspardarlehen bietet feste Zinssätze und ist besonders in Niedrigzinsphasen attraktiv. Es eignet sich gut für mittelfristige Sparziele.
- KfW-Kredite und Förderungen: Für umweltfreundliche Bauweisen wie Passivhäuser bieten verschiedene Förderstellen günstige Kredite oder Zuschüsse.
- Eigenkapital: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto geringer fallen die monatlichen Kreditraten aus. Eine solide Eigenkapitalquote von etwa 20–30 % ist empfehlenswert.
Gut zu wissen für Bauspardarlehen: Wenn der Rohbau sofort beginnen soll und der Bausparvertrag noch nicht die volle Laufzeit erreicht hat, kann eine Zwischenfinanzierung beantragt werden, die später in ein Bauspardarlehen umgewandelt wird.
Achtung beim Rohbau: Diese Vorschriften gelten in Österreich
Beim Rohbau gelten zahlreiche gesetzliche Vorschriften, die den Bauherren nicht nur bei der Planung, sondern auch während der Bauausführung betreffen. Diese Vorgaben dienen der Sicherheit, der Qualität des Baus sowie der Energieeffizienz. Es ist wichtig, alle relevanten Regelungen zu kennen und einzuhalten, um spätere rechtliche und bauliche Probleme zu vermeiden.
Wichtige Vorschriften:
- Baugenehmigung von der zuständigen Baubehörde
- Energieeinsparverordnung (EnEV) gil insbesondere in Bezug auf Dämmung und Heiztechnik
- Statik muss von einem Statiker vor Baubeginn geprüft und bestätigt werden
- Brandschutzvorschriften regeln den Einsatz von feuerfesten Materialien und die Anordnung von Rettungswegen
- Bauabnahme nach Abschluss des Rohbaus durch die Behörden oder einen Sachverständigen
Erkundigen Sie sich am besten bei einem Fachmann in Ihrer Nähe, der die regionalen Vorschriften kennt und Sie an die richtigen Behörden verweisen kann.
Vor dem Hausbau: Wichtige Überlegungen für Ihren Rohbau
Bevor der Rohbau beginnt, sollten Sie einige wesentliche Entscheidungen und Vorbereitungen treffen. Diese betreffen nicht nur die Planung des Hauses, sondern auch finanzielle, technische und gesetzliche Aspekte. Eine gründliche Vorbereitung kann unerwartete Probleme während des Baus verhindern.
Tipps für die Planung:
- Bodenbeschaffenheit prüfen: Vor dem Bau sollten die Bodenverhältnisse geprüft werden, um sicherzustellen, dass das Fundament richtig geplant wird.
- Budget realistisch planen: Eine detaillierte Kostenkalkulation und Reserve für unerwartete Ausgaben sind entscheidend.
- Architekt und Baufirmen sorgfältig auswählen: Holen Sie mehrere Angebote ein und überprüfen Sie Referenzen der Baufirmen.
- Bauweise festlegen: Die Wahl der Bauweise beeinflusst nicht nur die Kosten, sondern auch die Energieeffizienz und den Wohnkomfort.
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