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Wasserleitungen verlegen: Wen beauftragen?

Aktualisiert am

Das Bild zeigt frisch verlegte Wasserleitungen in der Erde.

Wer Wasserleitungen im Haus verlegen lassen möchte, ist bei einem Sanitärinstallateur an der richtigen Adresse. Der Hauptwasseranschluss und alle Leitungen bis zum Wasserzähler müssen von einem konzessionierten Fachbetrieb installiert werden – das schreibt die Trinkwasserverordnung vor, um die Qualität des Trinkwassers zu sichern.

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Warum einen Sanitärinstallateur beauftragen?

Für das Verlegen von Wasserleitungen ist der Sanitärinstallateur der richtige Ansprechpartner. Die Fachbetriebe sind beim Wasserversorger eingetragen und verfügen über die gesetzlich vorgeschriebene Konzession.

Das spricht für einen Sanitärinstallateur:

  • Normgerechte Ausführung: Sanitärinstallateure sind mit der ÖNORM B 2531 vertraut und setzen diese bei jeder Installation verbindlich um.
  • Pflichtregistrierung: Arbeiten am Hausanschluss und vor dem Wasserzähler darf ausschließlich ein beim Wasserversorger eingetragener Betrieb durchführen.
  • Rohrmaterial-Expertise: Ob Kupfer, Edelstahl oder Verbundrohr – Fachbetriebe wählen das für Trink- und Abwasser geeignete Material.
  • Haftung inklusive: Der Betrieb trägt nach fachgerechter Ausführung die volle Verantwortung für seine Arbeit.

Wer Abwasserrohre im Haus verlegen lassen möchte, ist ebenfalls bei einem Sanitärinstallateur richtig. Diese Arbeiten erfordern Kenntnisse über Gefälle, Dimensionierung und Anschluss an die Kanalisation. Zertifizierte Fachbetriebe finden Sie über die Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Bundesinnung der Gas-, Wärme- und Sanitärtechniker.

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Kann ich ein Bauunternehmen beauftragen?

Für größere Bau- und Sanierungsprojekte kann auch ein Bauunternehmen die richtige Wahl sein, das die Leitungsverlegung als Teil eines Gesamtvorhabens koordiniert.

Wann sich ein Bauunternehmen eignet:

  • Wenn ein Neubau oder eine größere Sanierung mehrere Gewerke gleichzeitig erfordert
  • Sobald Wände geöffnet oder Leitungsschlitze gestemmt werden müssen
  • Bei Projekten, die Sanitär, Heizung und Elektrik miteinander verbinden

Das Bauunternehmen koordiniert in der Regel die einzelnen Fachbetriebe. Für die eigentliche Installation der Wasserleitungen wird jedoch ein konzessionierter Sanitärinstallateur hinzugezogen. Das Bauunternehmen fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner.

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Wie läuft das Verlegen von Wasserleitungen ab?

Das Verlegen von Wasserleitungen erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Bestandsaufnahme und Planung: Zunächst wird der optimale Leitungsverlauf festgelegt und geprüft, welche Anschløsse benötigt werden. Bestehende Leitungen und die Bausubstanz fließen in die Planung ein.
  2. Materialauswahl: Je nach Einsatzzweck kommen unterschiedliche Rohrmaterialien zum Einsatz. Für Trinkwasser sind Kupfer, Edelstahl oder zugelassene Kunststoff-Verbundrohre üblich.
  3. Vorbereitung: Wände werden aufgestemmt oder Kanäle für die Unterputzverlegung vorbereitet.
  4. Verlegung: Die Leitungen werden fachgerecht montiert und verbunden. Dabei ist auf ausreichende Dämmung zu achten, um Wärmeverluste und Kondensation zu vermeiden.
  5. Druckprüfung: Vor der Inbetriebnahme wird das System auf Dichtheit geprüft.
  6. Abnahme: Eingriffe am Hausanschluss werden abschließend vom Wasserversorger geprüft und abgenommen.
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Was kostet das Verlegen von Wasserleitungen?

Die Kosten für das Verlegen von Wasserleitungen liegen in der Regel zwischen 30 und 100 Euro pro Meter. Der Preis hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Rohrmaterial, der Zugänglichkeit und dem Aufwand für Stemmarbeiten.

Zusätzliche Kosten können entstehen für:

  • Anschluss an den Hauptwasserzähler
  • Verputz- und Malerarbeiten nach der Verlegung
  • Entsorgung von Altleitungen

Detaillierte Preisinfos finden Sie im Kosten-Ratgeber über Wasserleitungen verlegen.

Wasserleitungen selbst verlegen oder Fachbetrieb beauftragen?

Das eigenständige Verlegen von Wasserleitungen ist nur eingeschränkt möglich. Nur kurze Leitungsabschnitte oder Armaturen dürfen in Eigenregie verbaut werden. Alle Leitungen, die mit dem Wasserzähler oder dem öffentlichen Netz verbunden sind, dürfen ausschließlich von konzessionierten Sanitärfachbetrieben installiert werden.

Risiken bei unsachgemäßer Ausführung:

  • Lecks an schlecht verbundenen Rohren verursachen Wasserschäden mit oft teuren Folgen
  • Ungeeignete Materialien gefährden die Trinkwasserqualität und verstoßen gegen die Trinkwasserverordnung
  • Eigenleistungen ohne Konzession können den Versicherungsschutz der Gebäudeversicherung verwirken

Theoretisch dürfen nachgelagerte Leitungen, etwa für einen Gartenwasserhahn, in Eigenregie verlegt werden. Allerdings erfordert auch dies Fachkenntnisse über Druckverhältnisse, Materialverträglichkeit und frostfreie Verlegung. Die Beauftragung eines Fachbetriebs ist daher in den meisten Fällen die sicherste Wahl.

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